Anfangs März habe ich vergessen, das Skript laufen zu lassen, deshalb hier die spannenden Texte der letzten beiden Monate: Warranty Void If Regenerated (nearzero.software) : Eine hübsche Parabel über das, was KI mit Arbeit machen kann. How I fought my smartphone addiction (ploum.net) : Alle möglichen Benachrichtigugen ausschalten ist ein erster Schritt. Und auch mal […]
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Anfangs März habe ich vergessen, das Skript laufen zu lassen, deshalb hier die spannenden Texte der letzten beiden Monate:
How I fought my smartphone addiction(ploum.net) : Alle möglichen Benachrichtigugen ausschalten ist ein erster Schritt.
Und auch mal ohne Handy auf eine Velofahrt.
The Origins of Agar(open.substack.com) : Agar als Kulturmedium in der biomedizinischen Forschung gibt’s seit mindestens 1881.
Woher genau das kommt erklärt dieser Text.
Friendship Begins at Home(3quarksdaily.com) : Freundschaft, zu Anderen wie auch zu sich selbst ost ein komplexes Zusammenspiel aus Selbstliebe und externen Einflüssen.
Die Qualität unserer Freundschaften spiegelt unsere innere Harmonie wider und wird durch unsere frühen Beziehungen und gesellschaftliche Dynamiken geprägt.
Something Big Is Happening(shumer.dev) : Der rasante Fortschritt von KI, insbesondere im Bereich der Programmierung (siehe auch hier), führt zu einem tiefgreifenden Wandel auf dem Arbeitsmarkt.
KI ist ein hilfreiches Werkzeug, kann aber mittlerweile komplexe Aufgaben bewältigen, und dies in einigen Bereichen sicher flinker, evtl. auch besser als Menschen, gerade was Schreiben von Programmcode angeht.
Dieser Wandel vollzieht sich schneller als erwartet, und Experten sagen für die nächsten ein bis fünf Jahre weitreichende Auswirkungen auf verschiedene Branchen voraus.
A Lament For Aperture, The App We’ll Never Get Over Losing(ikennd.ac) : Daniel Kennett lamentiert Aperture, die allerbeste Foto-Verwaltungs-Software ever.
Ich denke immer wieder daran, wie schlecht dass Photos ist, flink grosse Mengen an Photos zu sichten und bearbeiten.
Aber es ist halt praktisch alle jemals gemachten digitalen Fotos immer auf allen Geräten dabei zu haben.
Digitalisierung: Zum Surfen in die Migros(surprise.ngo) : Die Digitalisierung ist eine Welt der Grauzonen – auch für Sans-Papiers wie Ackson. Während er in der analogen Öffentlichkeit ausgegrenzt ist, kann er die digitale Welt auch zur Erweiterung seiner Handlungsspielräume nutzen.
openstreetmappersonalno borders no nationsvibe coding
Ihr wisst ja, ich hab’ einen OpenStreetMap-Fetisch :) Schon sehr lange trage ich gemeinsam mit der Schweizer OSM-Community die Idee rum, dass die ~2000 erfassten Gemeindegrenzen in OpenStreetMap besser gepflegt werden sollten. Diese wurden vor ~14 Jahren in einem sogenannten Import in die OpenStreetMap-Datenbank eingepflegt und seither bei Gemeindefusionen Anfangs Jahr immer mal wieder gepflegt, […]
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Ihr wisst ja, ich hab’ einen OpenStreetMap-Fetisch :)
Schon sehr lange trage ich gemeinsam mit der Schweizer OSM-Community die Idee rum, dass die ~2000 erfassten Gemeindegrenzen in OpenStreetMap besser gepflegt werden sollten.
Diese wurden vor ~14 Jahren in einem sogenannten Import in die OpenStreetMap-Datenbank eingepflegt und seither bei Gemeindefusionen Anfangs Jahr immer mal wieder gepflegt, aber nicht in toto überwacht.
Vor einiger Zeit habe ich im OSM Forum die Diskussion zur Grenzpflege begonnen, das dort angesprochene Tool der serbischen Community ist zwar sehr toll, aber der Umbau auf die Schweizerischen Gegebenheiten hat nicht befriedigend geklappt.
Dies trotz der tollen Hilfe der SOSM mit einer virtuellen Maschine (mersi Datendelphin im Speziellen) auf der SOSM-Infrastruktur.
Auf dieser VM lief das serbische Tool mit Anpassungen für die Schweiz, war aber nur schwer zu “bedienen”.
In einem Projekt bei der Arbeit habe ich mich etwas eingehender mit den sog. GitHub Actions beschäftigt, mit denen es möglich ist, ja nach Zustand eines GitHub-Projektes Aktionen durchzuführen, die ebenso auf einer virtuellen Infrastruktur (aber halt von Microsoft laufen).
Eine solche Action baut beispielsweise aus etwas LaTeX-Code, der online liegt automatisch meinen Lebenslauf (ich hab’ keine Bewerbung offen, brauchte aber letzthin aus anderen Gründen einen Lebenslauf).
Oder aus etwas Textschnipseln eine Webseite und ein PDF, das eine Pubikation ergeben wird.
Item, Programmcode im Internet etwas machen zu lassen, ist mit solchen Actions einfach, schnell iterierbar und etwas weniger komplex, als per ssh auf einem Server Python-Code laufen zu lassen.
Um die Gmeindegrenzen in OpenStreetMap zu überwachen habe ich jetzt nicht Programmiercode im Netz zum laufen gebracht, sondern diesen Programmiercode nicht selber geschrieben.
Das geht mit sog. vibe coding gemacht.
Zu Beginn habe ich das Large Language Model von Claude.ai mit einem Prompt gefüttert, der beschreibt, was ich machen will.
I have the boundaries of the swiss municipalities in https://data.geo.admin.ch/ch.swisstopo.swissboundaries3d/swissboundaries3d_2025-04/swissboundaries3d_2025-04_2056_5728.gpkg.zip.
Help me produce a report on how well these match geographically with the boundaries mapped in OpenStreetMap, preferrably via Overpass Turbo.
The boundaries in the geopackage have bfs_nummer=355, the boundaries in OSM have swisstopo:BFS_NUMMER=355 as a matching ID.
Can you query Overpass in Python, too?
Can you make this all work in a GitHub action?
Das heisst, ich habe Claude informiert, dass die Gemeindegrenzen der Schweiz in OpenStreetMap in sogenannten Relationen mit z.B. swisstopo:BFS_NUMMER"=355 für Köniz erfasst sind.
Die BFS_NUMMER wird vom Bundesamt für Statistik vergeben und taucht genauso in den offiziellen Gemeindegrenzen von swisstopo, swissBOUNDARIES3D auf.
Ich hätte die Abfrage der Gemeindegrenzen gerne mit Overpass turbo abgefragt, den Vergleich in Python gemacht und das Ganze per GitHub Action z.B. täglich laufen gelassen.
Schon die erste Antwort von Claude lieferte Resultate, die ich dann in VS Code mit CoPilot mit vielen Prompts immer weiter verfeinert habe.
Ich habe nur extrem wenig Code selbst geschrieben, praktisch Alles wurde gesteuert durch meine Eingaben maschinell erstellt, minimalste Zwischenschritte wurden von Anderen beigesteuert.
Nachem Simon Poole bemerkt hat, dass Gemeindegrenzen mit Enklaven/Löchern nicht korrekt ausgewertet werden und einigen weitern Korrekturen der Berechnungslogik hat die Schweizer OSM-Community nun ein Tool, das den Vergleich der Gemeindegrenzen von swisstopo mit den Gemeindegrenzen in OpenStreetMap bietet: boundaries.osm.ch
Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut: My mom and Dr. DeepSeek (restofworld.org) : Dr. LLM hört immer und jederzeit zu. Und gibt meistens richtige Antworten. Eine grosse Umwälzung für Mediziner:innen. The Olivetti Company (abortretry.fail) : Schon vor einem Jahr hab’ ich über Ivrea und Olivetti gelesen. Eine wirklich faszinierende Firma. […]
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Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut:
My mom and Dr. DeepSeek(restofworld.org) : Dr. LLM hört immer und jederzeit zu. Und gibt meistens richtige Antworten. Eine grosse Umwälzung für Mediziner:innen.
The Olivetti Company(abortretry.fail) : Schon vor einem Jahr hab’ ich über Ivrea und Olivetti gelesen. Eine wirklich faszinierende Firma. In diesem Text geht es weniger um die sozial progressiven Hintergründe, sondern um Computergeschichte.
Something from nothing(tante.cc) : Ich muss mehr machen, und weniger versuchen zu kreieren.
Überwachungstechnologie: Wie hartnäckig Palantir die Schweiz umwarb(republik.ch) : Das umstrittene Tech-Unternehmen Palantir liefert Überwachungstechnologie an Militär und Geheimdienste. Bei hiesigen Behörden und der Armee aber blitzte es ab. Interne Dokumente zeigen nun weshalb. Teil 2 der Recherche ist hier.
Your job is to deliver code you have proven to work(simonwillison.net) : Software-Ingenier LLM hilft extrem viel, bei mir z.B. auch bei der Arbeit. Aber was dabei hinten rauskommt muss immer überprüft werden.
How Nature Became a ‘Prestige’ Journal(asimov.press) : Jede:r Wissenschaftler:in will in ‘Nature’ publizieren (Ich hab’s erst in ‘Nature Communications’ geschafft (CTRL-F ‘Nature’)). Seit der Gründung im Jahr 1869 hat sich Nature von einer Zeitschrift, die Kommentare zu Tauben veröffentlichte, zur renommiertesten wissenschaftlichen Fachzeitschrift entwickelt. Wie hat Nature seinen Ruf aufgebaut, und kann dieser Bestand haben?
Im letzten Monat sah ich folgende Videos und fand diese gut:
Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut: How to See the Dead (asimov.press) I/III : Eine schöne fiktionale, wissenschaftlich-philosophische Erzählung über eine:m Entwickler:in von Augenimplantaten, die nicht nur sehen, sondern auch Erinnerungen visualisieren können. The Penicillin Myth (asimov.press) II/III : Wie war das jetzt genau mit diesem Pennicilin? Making the Electron […]
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Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut:
How to See the Dead(asimov.press) I/III : Eine schöne fiktionale, wissenschaftlich-philosophische Erzählung über eine:m Entwickler:in von Augenimplantaten, die nicht nur sehen, sondern auch Erinnerungen visualisieren können.
The Penicillin Myth(asimov.press) II/III : Wie war das jetzt genau mit diesem Pennicilin?
Making the Electron Microscope(asimov.press) III/III : Dort wo ich arbeite haben wir auch Elektronenmikroskope, teils uralte Modelle, teils höchstmodern. Diese Geschichtslektion beschreibt spannend, wie die EMs entstanden.
Space Truckin’ – the Nostromo(alienseries.wordpress.com) : Eine kleine Geschichtslektion zur Entstehung der Nostromo aus Alien.
The Cocaine Kingpin Living Large in Dubai(newyorker.com) : Daniel Kinahan, ein irischer Drogendealer, beherrscht ein Milliardenimperium aus den Vereinigten Arabischen Emiraten.
He Grew Obsessed With an AI Chatbot. Then He Vanished in the Ozarks(rollingstone.com) : Jon Ganz beging in seiner Jugend ein schreckliches Verbrechen, aber er überlebte das Gefängnis, verliebte sich und begann ein neues Leben. Sein neues Leben nahm eine Wendung, die niemand hätte vorhersagen können.
Why aren’t smart people happier?(theseedsofscience.pub) : Ich will mich jetzt hier nicht als ‘smart’ bezeichnen, aber der Titel des Textes hat mich zum Lesen animiert.
Ä guets Nöis! Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut: Agnishom Chattopadhyay | an opinionated critique of duolingo (agnishom.github.io) : Duolingo ist ziemlich gut, aber – was wir auch mit den Kindern sehen – nicht nur gut. Gerade die Gamification macht das Lernen nicht am effizientesten. Border Patrol is monitoring US […]
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Ä guets Nöis!
Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut:
Im letzten Monat waren wir auch in den Ferien, da las ich folgende Texte und fand diese gut: The story of how RSS beat Microsoft (buttondown.com) : Hat irgendjemand mal ‘was von ICE gehört? Oder verwendet ihr stattdessen (in irgend einer Form) RSS? The World’s Most Common Surgery (asimov.press) : In von 4000 Jahren hat […]
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Im letzten Monat waren wir auch in den Ferien, da las ich folgende Texte und fand diese gut:
The story of how RSS beat Microsoft(buttondown.com) : Hat irgendjemand mal ‘was von ICE gehört? Oder verwendet ihr stattdessen (in irgend einer Form) RSS?
The World’s Most Common Surgery(asimov.press) : In von 4000 Jahren hat sich die Kataraktoperation von einem groben Eingriff mit Stacheln zu einer 20-minütigen Operation mit einer Erfolgsquote von 95 Prozent entwickelt.
„Viele Clubs werden nie barrierefrei sein“(correctiv.org) : Menschen mit Behinderung sind vom Schweizer Nachtleben weitgehend ausgeschlossen. Nicht, weil sie das wollen – sondern weil Clubbetreiber ihnen keine Chance dazu geben.
Smartphones and being present(herman.bearblog.dev) : Der Trick mit dem Ausschalten der History hat meinen Youtube-Konsum massivst eingeschränkt.
Zusätzlich habe ich noch diese zwei Bücher gelesen:
Snow Crash von Neal Stephenson: Ein flink zu lesender Klassiker. Genau wie Christian schreibt, die überdrehten Ideen machen Spass.
Pyramids (Discworld, #7) von Terry Pratchett ist etwas weniger flink zu lesen, ist aber voll von krudem Humor.
The Circle von Dave Eggers lese ich nun zum zweiten Mal. Zu Beginn eine Utopie, die schnell in eine ziemlich bedrückende Überwachungsdystopie abgleitet.
Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut: Why I gave the world wide web away for free (theguardian.com) : Letzthin habe ich in anderem Zusammenhang von Tim Berners-Lee gelesen. Hier erklärt er, wieso er gekämpt hat, dass das World Wide Web kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Weil es nur funktionieren kann, […]
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Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut:
Why I gave the world wide web away for free(theguardian.com) : Letzthin habe ich in anderem Zusammenhang von Tim Berners-Lee gelesen. Hier erklärt er, wieso er gekämpt hat, dass das World Wide Web kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Weil es nur funktionieren kann, wenn es uneingeschränkt für alle funktioniert.
Always invite Anna(sharif.io) : Jede:r mage eine Anna kennen. Ladet sie immer ein.
Blueprints: Nicola Stäubli—Co-Founder of MONoPOLE(gethegoods.com) : Wenn ich mit mit meiner Veloanzahl nicht schon in der Nähe des S-1-Wertes wäre, würde ich mir das MONoPOLE noch etwas besser anschauen. Nicola (wir fuhren zusammen beim Velokurier Bern) hat ein schönes Ding gemacht. Und wenn wir evtl. nächstens das grosse Cargobike an jemanden verkaufen, der es mehr zum Kindertransport braucht, hätte es wieder Platz für ein Stahlross im Stall…
Sandia team creates X-ray images of the future(newsreleases.sandia.gov) : Die Beschriftung des lezten Fotos ist komplett falsch, aber trotzdem eine interessante Entwicklung für Röntgenquellen.
The Baby Died. Whose Fault Is It?(wired.com) : Als ihr Sohn in utero der Leihmutter starb, ging die Auftraggeberin, eine Risikkapitalkapitalisting bis zum Äußersten, um die Leihmutter zu bestrafen.
The End of Handwriting(wired.com) : Seit Jahren drohen Smartphones und Computer das Schreiben von Hand zu verdrängen. Wäre das so schlimm?
The Death of Roger Nzoy Wilhelm(borderforensics.org) und 17 Uhr 59 und 10 Sekunden(republik.ch) : Roger Nzoy Wilhelm wurde in Morges von einem Polizisten erschossen. Die detaillierte Untersuchung von Border Forensics und die Verarbeitung in der Republik zeigen auf, was geschah. Unvorstellbar.
Notes on Managing ADHD(borretti.me) : In letzter Zeit denke ich mehr über meinen psychologischen Zustand nach. Dieser Text hat einige Tipps, die bei einigen Dingen helfen können und ich glücklicherweise auch vielfach so machen kann.
Im letzten Monat sah ich folgende Videos und fand diese gut:
Ein Star (ein Vogel, nicht Promi) kann Tonfolgen fast perfekt imitieren.
Also kann mensch auch eine Tonfolge vorspielen, die im Spektrogramm ein Bild eines Vogels ergibt.
So kann in Bild eines Vogels “auf” einem Vogel gespeichert werden.
Henne nerdy!
Scammers versuchen zu scammen.
Die Captchas, die denen dann vorgesetzt werden sind grandios.
Henne luschtig!
Mit OpenDrop kann mit ein paar Tropfen Wasser Snake gespielt werden.
Henne cool!
Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut: Apple vs. Facebook is Kayfabe (infrequently.org) : Erstmals lernte ich, was Kayfabe ist, dann macht der Text auch mehr Sinn. Immer wieder: Facebook/Meta ist eher zu vermeiden, auch wenn Apple hier mit der In-App-Browser-Funktionalität das Ganze ermöglicht. The Electric Fence Stopped Working Years Ago […]
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Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut:
Apple vs. Facebook is Kayfabe(infrequently.org) : Erstmals lernte ich, was Kayfabe ist, dann macht der Text auch mehr Sinn. Immer wieder: Facebook/Meta ist eher zu vermeiden, auch wenn Apple hier mit der In-App-Browser-Funktionalität das Ganze ermöglicht.
The Electric Fence Stopped Working Years Ago(soonly.com) : Der Hund bellt hinter dem Elektrozaun, weiss aber nicht, dass der Zaun schon lange nicht mehr funktioniert. Welche Zäune hast du?
Klaus Theweleit: “Diese Männer sind nicht zu Ende geboren”(archive.ph) : Wir leben in einer undenkbaren Zeit, sagt der Kulturwissenschaftler Klaus Theweleit. Soldatische Körper, leere Sprache, dreiste Lügen: Da entsteht eine neue Wirklichkeit.
What Makes a Mature Science(asimov.press) : Mechanismen allein können eine Wissenschaft nicht glaubwürdig machen. Die Wissenschaft muss ihren Untersuchungsgegenstand anhand von Eigenschaften und Regeln beschreiben. Musste ich zwei Mal lesen, hat sich aber gelohnt.
Zwei Wochen in den Ferien im Juli haben dazu geführt, dass die untenstehenden Texte mir gefallen haben. Alle anderen nicht so sehr: What screen time really does to children’s brains (bbc.com) : Immer besser raus als drinnen am Bildschirm. The Sunlight Budget of Earth (asimov.press) : Wenn die Solarenergiekapazität weiterhin mit ihrer derzeitigen exponentiellen Wachstumsrate […]
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Zwei Wochen in den Ferien im Juli haben dazu geführt, dass die untenstehenden Texte mir gefallen haben. Alle anderen nicht so sehr:
The Sunlight Budget of Earth(asimov.press) : Wenn die Solarenergiekapazität weiterhin mit ihrer derzeitigen exponentiellen Wachstumsrate zunimmt, werden wir um das Jahr 2040 herum 18000 GW erreichen. Andererseits werden wir bei der aktuellen exponentiellen Wachstumsrate etwa im 2070 mehr Sonnenlicht absorbieren, als die gesamte Erde empfängt, sodass das Wachstum wahrscheinlich irgendwann im 21. Jahrhundert abflachen wird.
The Real Demon Inside ChatGPT(wired.com) : KI-Chatbots nehmen der Sprache ihren historischen und kulturellen Kontext. Manchmal kann etwas, das wie ein satanisches Blutritual aussieht, tatsächlich aus Warhammer 40000 stammen.
Why I am mapping trees(openstreetmap.org) : Frederick Ramm erfasst Bäume in OpenStreetMap. Super.
Remigrations-Demo in Wien: Rechte Szene bleibt unter sich – Antifa(antifa.ch) : Am 26. Juli 2025 organisierten identitäre Gruppen aus dem deutschsprachigen Raum ihre jährliche «Remigrations-Demo» in Wien. Wie bereits 2024 waren auch dieses Jahr mehrere Schweizer:innen vor Ort.
Bikes in the Age of Tariffs(renehersecycles.com) : Wie der orange Clown dein nächstes Velo schlechterteurer macht.
The Price of Remission(propublica.org) : Als bei David Armstrong Krebs diagnostiziert wurde, wollte er herausfinden, warum eine einzige Tablette Revlimid (der Wirkstoff des Krebsmedis ist besser bekannt unter dem Markennamen Contergan) genauso viel kostet wie ein neues iPhone.
How everything began….(vienna-pyongyang.blogspot.com) : Wenn mensch denn will, kann mensch auch mit dem Zug nach Nordkorea.
The Lonely Fate of Typhoid Mary(newyorker.com) : Wenn Mary Mallon kochte, wurden Menschen krank und starben sogar manchmal. Gesundheitsbeamte verfolgten sie wiederholt, und wiederholt versuchte sie zu fliehen.
What’s Happening to Reading?(newyorker.com) : Für viele Menschen könnte die KI das Ende destraditionellen Textes bedeuten. Und des Lesens.
Im letzten Monat sah ich folgende Videos und fand diese gut:
Die Fenster sind wohl nicht SUVA-konform, aber als Ganzes ist das Haus wahnsinnig toll.
Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut: Endometriosis is an incredibly interesting disease (owlposting.com) : Es tönt arg zynisch Endometriose als spannende Krankheit zu bezeichnen, da immerhin mindestens 10% aller menstruierenden Menschen davon betroffen sind. Es ist aber wirklich spannend, wie die Krankheit entsteht. Sea-Monkeys and X-Ray Spex: Collecting the Bizarre […]
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Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut:
Endometriosis is an incredibly interesting disease(owlposting.com) : Es tönt arg zynisch Endometriose als spannende Krankheit zu bezeichnen, da immerhin mindestens 10% aller menstruierenden Menschen davon betroffen sind. Es ist aber wirklich spannend, wie die Krankheit entsteht.
What happens if you drink acetone?(dynomight.net) : “Question: Should you drink acetone? Answer: No.” Aber trotzdem ist es spannend mal genau nachzufragen. Viel schlimmer als Alkohol ist Aceton nämlich gar nicht.
Die Schweiz ist drauf und dran, autoritäre Überwachungs staaten zu kopieren(republik.ch) : Die Vorlage klingt, als wäre sie vom Kreml verfasst worden: Geht es nach dem Bund, müssen sich Schweizer Internet nutzer künftig mit Ausweis oder Telefon nummer identifizieren. Der Zeitpunkt dafür ist denkbar schlecht.
Im letzten Monat sah ich folgende Videos und fand diese gut:
Zur Fentanyl-Epidemie in den USA.
Das Zitat “The first time you take Fentanyl is the best time you will ever have felt in our life” ist stark.
Einmal probiert, dann geht’s nur noch abwärts.
Caine baut sich einen Spielsalon. [via: kottke.org]
Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut: Eine bewusste Erziehung muss man sich erst leisten können (fritzundfraenzi.ch) : Gute Eltern schimpfen nie, gönnen sich Auszeiten und begleiten ihr Kind bindungsorientiert. Solche Überzeugungen sind nicht nur arrogant, sie grenzen auch viele aus, schreibt Autorin Nora Imlau. Why Top Posting Has Won (solipsys.co.uk) […]
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Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut:
Eine bewusste Erziehung muss man sich erst leisten können(fritzundfraenzi.ch) : Gute Eltern schimpfen nie, gönnen sich Auszeiten und begleiten ihr Kind bindungsorientiert. Solche Überzeugungen sind nicht nur arrogant, sie grenzen auch viele aus, schreibt Autorin Nora Imlau.
Why Top Posting Has Won(solipsys.co.uk) : Ein Pet Peeve von mir ist ja, dass M365 keine korrekte Einrückung von Email-Quoting kann. ‘Inline Replies‘ in meinen Emails kommen so bei meinen Mitlesern selten gut an.
The Engagement Rehab(ploum.net) : Hab’ ich euch schon mal erzählt, dass ich ein (unbekanntes) randomisiertes ‘Screen Time‘-Passwort für Youtube habe, so dass ich dort nach 5 Minuten rausgeschmissen werde? Jeglicher Youtube-Konsum geht dann nur noch via FreeTube oder yt-dlp, also komplett ohne jedes “Engagement”.
A Brief History of GFP(asimov.press) : In der biomedizinischen Forschung ist das grün fluoreszierende Protein allgegenwärtig. Hier eine kleine Geschichtslektion dazu. Und wenn wir’s schon von Geschichte haben, schreibt die grandiose Asimov.Press-Seite hier auch was zur Geschichte der Zentrifuge. Fragt lieber nicht nach der Geschichte der Motorsäge!
Human(quarter–mile.com) : Passt zum obigen. Eine Welt ohne Menschen.
Amazon will nicht, dass die Republik Verträge mit dem Bund sieht(republik.ch) : Er präsentiert sich als Garant für digitale Unabhängigkeit. Doch der Tech-Gigant leistet massiven Widerstand gegen Transparenz über die Daten von Schweizer Bürgerinnen – bis vor Bundesverwaltungsgericht. Das Verfahren wird Signalwirkung für ganz Europa haben.
Lessons from the Lebanese Space Program(kasurian.com) : How the Lebanese Rocket Society’s innovative drive and visionary leadership created a space program from scratch.
An end to all this prostate trouble?(yarchive.net) : Eine interessante Theorie, mit der die Prostata-Probleme von fast jedem älteren biologischen Mann gelöst werden könnten.
Open Science and Science 2.0(offtopicarium.wikidot.com) : Über offene Wissenschaft, und wie es sein könnte. In den letzten Monaten habe ich im Job viel daran rumgedacht, 6 Publikationen sind an verschiedenen Orten im wissenschaftzlichen Publikationsprozess.
Im letzten Monat las ich v.a. Makers von Cory Doctorow, und fand vom wenigen Rest nur die beiden folgenden Texte bemerkenswert: Vivarium (jsomers.net) : Eine spezielle Geschichte für mich, da ich ab und zu auch mit (toten) Labortieren arbeite. Your phone is why you don’t feel sexy (catherineshannon.substack.com) : Weniger Telefon, mehr sexy! Im letzten […]
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Im letzten Monat las ich v.a. Makers von Cory Doctorow, und fand vom wenigen Rest nur die beiden folgenden Texte bemerkenswert:
Vivarium(jsomers.net) : Eine spezielle Geschichte für mich, da ich ab und zu auch mit (toten) Labortieren arbeite.
Im letzten Monat sah ich folgende Videos und fand diese gut:
Wie die falsche Katzenstreu in einem der wenigen geologischen Tiefenlager der Welt zu einem radioaktiven Störfall geführt hat: “anorganic litter” (für einen anorganischen Füllstoff) mit “an organic litter” (für einen organischen Füllstoff) verwechselt.
Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut: The tale of two Shanghais (arun.is) : Ich müsste mehr Zeit haben, um Fotos zu machen. My stupid noise journey (dynomight.net) : Die Kopfhörer, die schlussendlich empfohlen werden (quiet and comfortable…) sind wirklich super :) Reality has a surprising amount of detail (johnsalvatier.org) : […]
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Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut:
Täterschaft und Profifussball: Der Fall Mendy(daslamm.ch) : Vor kurzem wechselte der Profifussballer Benjamin Mendy zum FC Zürich. Dem Weltmeister wurden in der Vergangenheit mehrere Vergewaltigungen vorgeworfen. Mit der Verpflichtung von Mendy reiht sich der FCZ in ein System ein, das Profis schützt und Machtmissbrauch ignoriert.
The Shape of a Mars Mission(idlewords.com) : Ich denke ja, dass nie ein Mensch lebend auf dem Mars landen wird.
Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut: Station of despair: What to do if you get stuck at the end of Tokyo’s Chuo Rapid Line (soranews24.com) : Eher bild- als textlastig, aber so sieht es an Endhaltestellen in Japan aus. Marshmallow Test and Parenting (desunit.com) : Der Marshmallow-Test testet weniger Selbstkontrolle, […]
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Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut:
Marshmallow Test and Parenting(desunit.com) : Der Marshmallow-Test testet weniger Selbstkontrolle, sondern zeigt mehr auf, wie Kinder Verlässlichkeit und Rituale brauchen.
Rechtsextreme Hetze ist bei der NZZ ganz normal(daslamm.ch) : Ein Kommentar in der NZZ fordert eine militarisierte Mauer um Deutschland. Er zeigt exemplarisch, wie sehr rechtsextreme Ideen im Mainstream verankert sind – und welche realpolitischen Absichten hinter dem Freiheitsbegriff des Neoliberalismus stehen.
Why We’re Bringing Pebble Back(ericmigi.com) : OLÉ, OLÉ, OLÉ! Die Garmin Forerunner 935 die ich am Handgelenk trage, ist toll. Aber kommt halt schon nicht ganz an die Pebble hin, die das ganze Smartwatch-Dings gestartet hat. Siehe hier (bzw. weil der PDF embed grad nicht geht hier).
Im letzten Monat sah ich folgende Videos und fand diese gut:
Henne geil. Hätt’ ich nur grad 2.7 kCHF rumliegen für so ‘was.
Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut: A Mole Infiltrated the Highest Ranks of American Militias. This Is What He Found. (propublica.org) : Ein Survival-Trainer verbrachte mehrere Jahre undercover in politisch rechten Milizengruppen. Er schickte ProPublica einen riesigen Fundus an Dokumenten. Die Gespräche, die er heimlich aufgezeichnet hat, geben einen einzigartigen […]
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Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut:
A Mole Infiltrated the Highest Ranks of American Militias. This Is What He Found.(propublica.org) : Ein Survival-Trainer verbrachte mehrere Jahre undercover in politisch rechten Milizengruppen. Er schickte ProPublica einen riesigen Fundus an Dokumenten. Die Gespräche, die er heimlich aufgezeichnet hat, geben einen einzigartigen Einblick in die Milizbewegung.
Brandanschlag Chur: 1989 starben vier Menschen aus Sri Lanka(archive.ph) : Bei einem Brand in Chur im Jahr 1989 starben vier Menschen aus Sri Lanka, darunter zwei Kinder. Unsere Recherchen zeigen: Es war ein Anschlag. Doch die Polizei hat nie nach den Mördern gesucht. Gelesen auf Papier, archive.ph-Link via Anti (WordPress will das Elefanten-Emoji nicht schlucken)
Die weisse Krähe(woz.ch) : Wie aus dem Journalisten Roger Köppel ein glühender Putin-Bewunderer wurde. Und was es bedeutet, dass er diesen Freitag das Hochamt der SVP im «Albisgüetli» zelebriert.
AfD und „Junge Tat“: Kein Geheimtreffen gegen Deutschland(correctiv.org) : Mitte Dezember trafen sich AfD-Funktionäre mit Neonazis in der Schweiz, darunter Mitglieder von „Blood & Honour“. Das Treffen wurde beworben, aber zugleich von der Öffentlichkeit abgeschirmt. Reporter von correctiv.org schafften es, dabei zu sein.
Im Silicon Valley sitzt der Feind, das ist klarer denn je(woz.ch) : Was der Schulterschluss von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg mit dem neuen US-Präsidenten über die Digitalindustrie verrät. Facebook ist schon länger verbrannt, wer bleibt denn jetzt wirklich noch dort?
Elon Musk and the right’s war on Wikipedia(citationneeded.news) : Der reichste Mann der Welt hat sich dem wachsenden Chor rechter Stimmen angeschlossen, die Wikipedia als Teil einer sich intensivierenden Kampagne gegen freie und frei zugängliche Informationen angreifen.
Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut: Writes and Write-Nots (paulgraham.com) : In einigen Jahrzehnten wird es einige Menschen geben, die nicht mehr schreiben können. ‘I received a first but it felt tainted and undeserved’: inside the university AI cheating crisis (theguardian.com) : Mehr als die Hälfte der Studenten nutzen inzwischen […]
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Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut:
Writes and Write-Nots(paulgraham.com) : In einigen Jahrzehnten wird es einige Menschen geben, die nicht mehr schreiben können.
What happens when the internet disappears?(theverge.com) : Das Internet ist immer und ewig. Aber ist es eben auch nicht. Was passiert mit unserer Kultur, wenn Websites einfach so verschwinden? Dazu: Wann hast du letztmals etwas dem Internet-Archiv gespendet? Hier kannst du: archive.org/donate/
Eat Poop You Cat(nplusonemag.com) : Kunst in Zeiten generativer künstlicher Intelligenz.
digital consumption keeps me from getting better at my job(sibervepunk.com) : “You find yourself in a quest for productivity, feeling productive because of the quest, but not really doing any productive work.” spricht mir amigs aus dem Herzen.
The Albuquerque “Broken Arrow” Nuclear Accident(lflank.wordpress.com) : 1957 hat ein US-Amerikanischer Bomber beim Landeanflug zur Kirtland Air Force Base eine Mark 17-Bombe verloren. Ist nicht ganz ohne, denn das Ding ist eine Wasserstoff-Bombe und dazu auch noch fast 20 Tonnen schwer.
Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut: A radical idea (tante.cc) : “Fuck your visions, come back when you have some proof.” AI in Radiology: Is It Being Adopted? (medium.com) : Wieso dass künstliche Intelligenz und Radiologie/Diagnose noch lange nicht eng zusammengehen werden. The PGP Problem (latacora.com) : PGP ist technisch […]
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Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut:
A radical idea(tante.cc) : “Fuck your visions, come back when you have some proof.”
AI in Radiology: Is It Being Adopted?(medium.com) : Wieso dass künstliche Intelligenz und Radiologie/Diagnose noch lange nicht eng zusammengehen werden.
The PGP Problem(latacora.com) : PGP ist technisch tot. “Use Signal. Or Wire, or WhatsApp, or some other Signal-protocol-based secure messenger.” Ich bin Team ‘nur Signal’.
The meme-ification of the “Demon Core”(doomsdaymachines.net) : Die “spezielle” Umwandlung eines schlimmen Strahlen-Unfalls (mit dem sog. [Demon Core](The strange transformation of a criticality accident into dark Internet humor
)) zu einem Meme.
Tug of War(what-if.xkcd.com) : Ungefähr 50 Menschen könnten einen ca. 1.5 cm dicken Metallstab zerreisen. Wieso dass Seilizieh ein ziemlich gefährlicher Sport ist.
You Can Now See the Code That Helped End Apartheid(wired.com) : John Graham-Cumming, der CTO von Cloudflare, knackte eine 30 Jahre alte verschlüsselte Datei, die eine Rolle in der Geschichte Südafrikas spielte.
Dobble(petercollingridge.co.uk) : Etwas Theorie hinter einem superlustigen Spiel.
On Manuscript Review Procedures(brainbaking.com) : Wir lassen mal grad wieder zwei Manuskripte [1, 2] durch den Review-Prozess gehen. Ist immer ziemlich sehr mühsam. Aber halt auch nötig.
Using two ReMarkables(ohrg.org) : Eine ziemlich geile Lösung für ein Usability-Problem. Ich werde aber schon mit einem ReMarkable oftmals schief angeschaut :)
Torching the Modern-Day Library of Alexandria(archive.is) : “Somewhere at Google there is a database containing 25 million books and nobody is allowed to read them.” Google Books wäre das andere gute Ding gewesen, das Google hätte machen können.
Evernote hat seit Ende Juli 2008 ziemlich viele Dinge für mich aufbewahrt. Über die Jahre habe sich dort Rezepte, Notizen, Links, kopierte Zitate aus gelesenen Texten, Audio-Dateien mit lustigen Aufnahmen (und Erklärungen zu Kinderzeichnungen), Code-Schnipsel und Screenshots aufbewahrt, die ich nicht nur auf meinem Rechner aufbewahren wollte, sondern auch auf dem Telefon und manchmal im […]
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Evernote hat seit Ende Juli 2008 ziemlich viele Dinge für mich aufbewahrt.
Über die Jahre habe sich dort Rezepte, Notizen, Links, kopierte Zitate aus gelesenen Texten, Audio-Dateien mit lustigen Aufnahmen (und Erklärungen zu Kinderzeichnungen), Code-Schnipsel und Screenshots aufbewahrt, die ich nicht nur auf meinem Rechner aufbewahren wollte, sondern auch auf dem Telefon und manchmal im Büro brauchte.
Über die Jahre wurde Evernote immer teurer und der Funktionsumfang wurde trotzdem immer mehr beschnitten, zuletzt war es nicht mehr möglich, mit mehr als 3 Geräten die Notizen synchron zu halten, wobei das Web-Interface auch als Gerät zählte.
Einer der Use-Cases war auch das Teilen von Familien-wichtigen Dingen mit Nina, was mit Evernote Anfangs easy möglich war, aber immer komplizierter wurde, und neuderdings nur noch mit einem Account möglich, der 15$ pro Monat kostet.
Eine Zeitlang haben Nina und ich versucht, mit Joplin warm zu werden, was aber für geteilte Notizbücher mit PDFs und Bildern auch mehr als 10 $ im Monat kostet.
Seit längerem störte mich auch das Kuddel-Muddel in Entweder Evernote oder Joplin, dass – wie erwähnt – Dokumente, Screenshots, Textnotizen, Scans von Kinderzeichnungen wild durcheinander quasi auf einem Haufen lagen.
Klar immer schön mit Titeln und Schlagworten versehen, aber die Suche nach gesuchten Dingern war eher mühsam.
Nachdem ich mal über Paperless gestolpert bin, habe ich lange prokrastiniert, ob ich mir jetzt doch mal ein NAS kaufen und das Ding darauf installieren soll.
Als ich dann mal in anderem Zusammenhang von elest.io gelesen habe, die es extrem simpel machen, irgendwo eine virtuelle Maschine zu starten und darauf praktisch irgendwelche Software zu installieren1.
Zwei und zwei zusammengezählt, und schon habe ich (dank einer DNS-Weiterleitung) eine Instanz von paperless-ngx unter http://paperless.davidhaberthuer.ch am Laufen.
Diese Instanz kostet mich zwar knapp 9$ im Monat, ist aber a) billger als Evernote, hat b) einen erstaunlich grossen WAF und ist c) in den paar Monaten wo ich das jetzt am Laufen habe genau das Richtige. :)
Die Software schluckt jegliche Art von Dokument (präferiert aber PDFs) und kann sogar tiptop mehrere User:innen verwalten, so dass auch Nina Ihre Dokumente, die auf mehreren Geräten zu Brauchen sind dort einfach hinterlegen kann.
Durch die Texterkennung und Verschlagwortung kann in jedem hochgeladenen Dokument gesucht werden und dank einem minimal-aufwändigen Workflow und einem Hochleistungs-Scanner im Büro hab’ ich grad noch einiges an Dokumenten zuhause digitalisiert und physisch entsorgt.
Damit nun alle +1500 Notizen aus Evernote am richtigen Ort landeten, habe ich evernote-backup angeworfen.
Mit dieser Software und
landete jede Evernote-Notiz erstmals auf meinem Rechner.
Theoretisch wäre ein Export aus Evernote auch möglich, aber neuerdings können im Gratis-Account nur noch 50 Notizen angeschaut werden, und selbt in Bezahl-Accounts nur noch 100 Notizen aufs Mal exportiert werden.
Mit enex2paperless [via reddit.com] landete dann jedes Dokument das möglich ist, in meiner Paperless-Installation.
Nachdem die Zugangsdaten in dern Konfigurations-Datei gespeichert waren, funktionierte der Prozess mit
for i in EverNoteBackup/*.enex;do ./enex2paperless $i; done
problemlos.
Dieser Import-Prozess führte zu einigen Warnungen, dass die virtuelle Maschine unter Volllast laufe, da in paperless für jedes Dokument OCR durchgeführt wird :)
So landeten mal alle Dokumente am richtigen Ort.
Da aber eben auch viele Links, Code-Schnipsel, Zitate und weitere Nicht-Dokumente im Evernote waren, habe ich ganz simpel alle exportierten Evernote-Dateien in Simplenote reingeladen, das geht einfach mit ‘drag-and-drop’.
Simplenote ist auch so eine App, die ich schon länger am Start habe, dort landeten aber ausschliesslich nur Text-Schnipsel.
Jetzt muss ich nur noch durch den grossen Haufen durchsortieren, was aber (v.a. in Simplenote) eigentlich einfach ist.
Notizen, die nur “application/pdf”, “image/jpeg”, “image/png” enthalten, sind Dokumente, die schon im Paperless landeten, also einfach löschen.
Viele Rezepte, die sich angesammelt haben, landen dank gespeichertem Link und exzellenter Importfunktion in Mela. In Simplenote einfach nach Migusto, Chefkoch, Ottolenghi, Wildeisen suchen, und den Link zu Mela teilen, dann kommt’s gut.
Mela ist übrigens eine super Rezepte-Verwaltungs- und auch Koch-App, von Silvio Reeder Rizzi, die jeden Rappen der 5 Franken wert ist.
Die Suche nach “http” findet Links, die dann einfach zu Pinboard kopiert werden.
Die Suche nach “Instapaper” findet viele markierte Zitate, für die ich momentan noch nix besseres als einen Tag bei Pinboard.
Ihr seht, Evernote ganz loszuwerden ist ganz einfach :)
(Achtung Arachnophobiker:innen, hier bitte wegschauen) Am Zukunftstag hatte ich eine interessierte Besucherin hier im Labor. Nachdem sie mir geholfen hat, für die anderen Zukunftstag-Besucherinnen hier am Institut für Anatomie der Uni Bern Tomographieaufnahmen von drei Kinder-Überraschungseiern zu machen, konnten wir uns Ihrem Projekt widmen. Sie hat eine munzig kleine Spinne aus dem Feuerholzstapel zuhause mitgenommen […]
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(Achtung Arachnophobiker:innen, hier bitte wegschauen)
Am Zukunftstag hatte ich eine interessierte Besucherin hier im Labor.
Nachdem sie mir geholfen hat, für die anderen Zukunftstag-Besucherinnen hier am Institut für Anatomie der Uni Bern Tomographieaufnahmen von drei Kinder-Überraschungseiern zu machen, konnten wir uns Ihrem Projekt widmen.
Sie hat eine munzig kleine Spinne aus dem Feuerholzstapel zuhause mitgenommen (der Hinterkörper der Spinne ist 1.7 mm dick).
Diese haben wir in etwas Schaumstoff eingebettet und dann auf unserer Bruker SkyScan 2214 aufgenommen, mit einer Pixelgrösse von 3 Mikrometer.
Daraus haben wir dann die Tomographiedaten angeschaut und in ImageJ an den Schnittbildern ein paar Dinge daran gemessen (deshalb wissen wir, das der Hinterkörper 1.7 mm dick ist).
In Dragonfly haben wir dann die Tomgraphiedaten in 3D angeschaut und eine kurze Animation davon gemacht.
Ebenfalls in Dragonfly haben wir die Spinne digital aus dem Schaumstoff rausopieriert (und dabei versucht, einen Teil des Schaumstoffs zu entfernen) und als 3D-Modell exportiert.
Dieses 3D-Modell wollten wir dann auf unserem [Formlabs(https://formlabs.com/)]-Drucker ausdrucken, der wollte aber grad nicht so wie wir wollten.
Nachdem wir im Labor hier das Druckerproblem beheben konnten, kam die Spinne 25-fach vergrössert aus dem Drucker raus.
Jetzt kann ich der Zufkunftstag-Besucherin dann bald das End-Ergebnis übergeben, das rauskommt, wenn ein mikro-Tomographie-Gerät quasi als grosse Lupe verwendet wird.